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Die „1,5-Meter-Firma”; der neue Standard im Büro?

Weltweit sprechen wir von der Zeit vor und nach dem Coronavirus. Die Experten sind sich einig, dass es (vorläufig) nicht dasselbe sein wird. In den Niederlanden spricht Premierminister Rutte davon, dass die Eineinhalb-Meter-Wirtschaft zur neuen Normalität wird. Aber wie wird dann eine 1,5-Meter-Gesellschaft aussehen? Und wie sieht es in der Büroumgebung aus?
 
"Die Spanische Grippe begann im Frühjahr 1918 und im März 1920 fiel das letzte Opfer. Es dauerte zwei Jahre, bis die Bedrohung vorüber war. Solange es keinen Impfstoff gibt, ist es ungewiss, wie lange Corona unser Leben bestimmt und somit die 1,5-Meter-Wirtschaft die tägliche Realität ist.“
Der Traum
All denen es zurzeit möglich ist, arbeiten von zu Hause. Vor der Coronazeit war es für viele Menschen eine Wunschvorstellung von zu Hause aus zu arbeiten. Wie schön es doch ist, seinen Bericht oder die Analyse in einer ruhigen Umgebung zu erledigen, ohne störende (Büro-)Faktoren. Keine fragenden Kollegen, keine Ablenkungen um Sie herum und keine Belästigung durch verschiedene Bürogeräusche. Es klingt alles so schön und perfekt.



Ausgewogenheit bis zum Ende
Aber die Arbeit von zu Hause hat im Moment auch eine Kehrseite. Wir sind oft nicht allein in einem ruhigen, geschlossenen Raum. Arbeiten zum Beispiel an einem etwas zu hohen, nicht verstellbaren Küchentisch und sitzen auf einem zu niedrigen, unbequemen Esszimmerstuhl. Wir haben nicht immer die richtige Ausrüstung zur Verfügung. Darüber hinaus kümmern wir uns um die schulische Ausbildung unserer Kinder. Wir brauchen eine neue Struktur, die für alle in der Familie und für das Unternehmen gleichermaßen funktioniert. Und diese neue Struktur zu finden, kann Stress verursachen.

Der fließende Übergang zwischen Arbeit und Privatleben. Ganz zu schweigen vom Versäumen des persönlichen Kontakts mit Kollegen und all den anderen auferlegten sozialen Kontaktverboten. Das Zuhause ist derzeit ein Ort zum Arbeiten, Wohnen, Ausgehen und zur Pflege sozialer Kontakte. Aber das wird nicht die neue Normalität werden. Sobald die Kinder wieder nach und nach zur Schule gehen und die 1,5-Meter-Gesellschaft die neue Realität geworden ist, erhält die Arbeit von zu Hause aus eine weitere (positive) Dimension.
Die Ära nach der Coronakrise
Viele Regierungen auf der ganzen Welt machen sich Gedanken darüber, wie die Gesellschaft aussehen wird, wenn das Coronavirus unter Kontrolle ist. Vielleicht werden wir uns zwei Jahre lang in einer Übergangsphase befinden, bevor wir die wirkliche neue Normalität erreichen. Aber Tatsache ist, dass wir in den kommenden Monaten vorsichtige Schritte in Richtung der neuen Normalität unternehmen werden. Die Unternehmen fragen sich, wie es weitergeht, wenn wir wieder ins Büro gehen können; Wie können wir die 1,5-Meter-Regel anwenden? Und wird es tatsächlich eine Verlagerung von der reinen Büroarbeit auf die Arbeit zu Hause für einen oder mehrere Tage geben?
Vor 15 Jahren
Bill Gates führte 2005 den Begriff "die Neue Arbeitsweise" oder „the New Way of Working“ ein. Dennoch war die Arbeit von zu Hause, wie wir sie vor der Coronazeit kannten, nicht immer die wirklich neue Art zu arbeiten.
 
Die „Neue Arbeitsweise“ oder „the New Way of Working“ ist ein Arbeitsstil, der auf Prinzipien wie Ergebnisorientierung, Eigenverantwortung, Vertrauen und vor allem auf der Freiheit der Mitarbeiter beruht, selbst zu entscheiden, wann und wo sie ihre Arbeit erledigen. Zeit- und ortsunabhängig und aktivitätsbezogen, d.h. Sie wählen den Ort, der am besten zu Ihrer Tätigkeit passt. Das Zuhause ist dann nur eine Option von vielen möglichen Orten seine Arbeit eigenverantwortlich zu erledigen.
 
Die obligatorische 5-Tage-Arbeitswoche von zu Hause aus hat nichts mit der „Neuen Arbeitsweise“ zu tun. Viele Unternehmen haben es inzwischen so eingerichtet (Ad-hoc-Reaktion auf die entstandene Situation), dass der Tag mit einem Online-Treffen zwischen Manager und Mitarbeiter beginnt, bei dem letzterer angeben muss, was er an diesem Tag tun wird. Am Ende des Tages wird wieder Kontakt gesucht, um zu sehen, ob die Arbeit getan wurde. Verschwunden sind Vertrauen und persönliche Verantwortung des Mitarbeiters, und somit auch das Prinzip der „Neuen Arbeitsweise“. Die eigentliche Idee hinter der „neuen Arbeitsweise“ ist jedoch, dass der Mitarbeiter am besten weiß, wie er seine Arbeit am effizientesten und effektivsten erledigen kann. In dem Moment, in dem dieses Vertrauen besteht und dieser Arbeitsstil tatsächlich Teil des Geschäftsbetriebs wird, stellen wir fest, dass weniger Besprechungen erforderlich sind und folglich die Anzahl der E-Mails stark reduziert wird.


 
Gehen dann alle wieder ins Büro? Das wird nicht möglich sein.
Die 1,5-Meter-Gesellschaft wird Auswirkungen haben; wir werden wahrscheinlich nicht alle zur gleichen Zeit ins Büro zurückkehren können. Es müssen Lösungen gefunden werden. Und das wiederum erfordert von den Unternehmen und ihren Mitarbeitern neue Flexibilität.

Die Büroumgebung
Büroumgebungen werden anders aussehen, und im Büro, bei Besprechungen und in der Mittagspause müssen mehr Abstände zwischen den einzelnen Bereichen eingehalten werden. Die Anzahl der Arbeitsplätze in einer Abteilung kann reduziert werden. Auch werden kreative Lösungen entwickelt, um Sicherheit und Gesundheit noch besser zu gewährleisten, wie zum Beispiel mit Sichtschutzwänden. Die Sitzungsräume müssen größer sein. In Büros, in denen der Platz ohnehin begrenzt ist, müssen unter Umständen neue Durchgangswege geschaffen werden. Alles, um den Abstand von 1,5 m einzuhalten. Doch all das ist eine große Herausforderung und ob dies realisiert werden kann, hängt von vielen Faktoren ab. Wir haben es mit einer komplexen Situation zu tun, in der der Mensch eine wichtige Rolle spielt.

Weniger Leute im Büro
Und wie bereits erwähnt, werden wir nicht mit dem ganzen Team im Büro wieder anwesend sein können. Auch darüber müssen wir uns Gedanken machen. Wer arbeitet wann zu Hause? Und wie behalten wir die Work-Life-Balance im Auge?

Hygiene
Zudem wird die Hygiene eine enorme Rolle spielen. Vielleicht nicht mehr eine Maus und eine Tastatur auf jedem Schreibtisch, die von verschiedenen Benutzern benutzt werden, sondern jeder mit seiner eigenen Maus und Tastatur. Es werden auch Desinfektionslotionen und -tücher, an den flexiblen Arbeitsplätzen, zwingend erforderlich.

Die Komplexität der Maßnahmen
Als Unternehmen ergreifen wir unsere eigenen Maßnahmen, aber welche Konsequenzen hat das für die übrige Gesellschaft? Wie gehen z.B. die Unternehmen der öffentlichen Verkehrsmittel mit der 1,5 m Abstandsregel um? Welche Konsequenzen wird das für uns haben? Kurz gesagt, wir können nicht nur auf uns selbst schauen, vielmehr müssen wir gegenseitig auf uns achten.
Wir schreiben Geschichte
Wir alle gehen in die Geschichtsbücher ein. Wir sprechen von einer Vorher-Nachher-Periode bedingt durch das Coronavirus. Weltweite Veränderungen, und bis auf weiteres werden wir nie wieder so sein wie früher. Das betrifft uns alle. Vielleicht wird es eine Wiedereinführung der „neuen Arbeitsweise“ geben. Mehr Arbeit von zu Hause aus, als nur im Büro zu sitzen, aber mit unserer eigenen Verantwortung und nicht mit dem hohen Maß an Kontrolle. Die erneuerten Standards des Kontakts werden zum neuen Anstand werden. Kein Händeschütteln oder Küssen auf die Wange mehr, Abstand zu halten auf der Straße, im Geschäft und im Büro ist nicht mehr unhöflich, sondern notwendig. Auch die Büros werden anders aussehen; Schutzscheiben zwischen den Schreibtischen, weniger überfüllte Besprechungsräume mit Menschen. Und das gilt für alle. Wir stehen in diesen seltsamen und bizarren Zeiten vor einer neuen Herausforderung.

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie die Experten über eine 1,5-Meter-Gesellschaft denken?

https://www.nwzonline.de/wirtschaft/berlin-corona-krise-auch-bei-der-arbeit-1-5-meter-abstand-halten_a_50,7,4080679259.html
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/verhaltensregeln-in-der-corona-krise-was-kommt-nach-dem-lockdown/25690888.html



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