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Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz

 
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Trotz allerhand (Rechts-) Vorschriften zum Arbeitsschutz und der guten Sorgen der Lieferanten gibt es in den Büros nach wie vor sehr viele Bildschirmarbeitsplätze, die nicht ergonomisch eingerichtet sind. In diesem Artikel ist eine kurze Anleitung enthalten, wie Sie den Arbeitsplatz komfortabler und ergonomischer einrichten können.
Beachten Sie dazu die nachfolgenden Vorschläge und Richtlinien!

1. Arbeitstisch
Arbeitshöhe: Vorzugsweise mindestens zwischen 60 und 82 cm einstellbar, und bei Sitz-Steh-Tischen zwischen 60 und 125 cm (mindestens zwischen 62 und 120 cm). Der Tisch ist auf oder ein wenig unter Ellenbogenhöhe anzubringen. Ein Sitz-Steh-Tisch ist vor einem ordentlichen Schreibtisch zu bevorzugen.
Eine Arbeitsplatte, die zwischen 60 und 82 cm einstellbar ist, eignet sich für mindestens 90% der Benutzer. Personen, die an einem Sitz-Steh-Tisch arbeiten, brauchen weniger häufig (47% weniger) und weniger lang eine Pause (56% weniger), da sie weniger müde sind (Dainoff). Dadurch können sie an einem Tag länger und also produktiver arbeiten.

2. Stuhl
Sitzen: Der Stuhl soll mindestens die Norm NEN-EN 1335-1, vorzugsweise jedoch auch die Richtlinie NPR 1813:20034 erfüllen. Die Sitzfläche soll mindestens 15° nach hinten kippen. Der Winkel zwischen der Stuhllehne und der Sitzfläche soll - im Bereich des Beckens - weniger als 90° sein. Aus diesem Grund ist ein Kippstuhl vor einem Stuhl mit einer Synchronmechanik zu bevorzugen.
Bei einer Synchronmechanik kippen die Stuhllehne und die Sitzfläche im Verhältnis von 1:2, 1:3 oder 1:4, sodass die Sitzfläche der Stuhllehne gegenüber nur unzureichend nach hinten kippt (Bos, 2003). Dadurch entstehen Schubkräfte (Goossens 1995, 1997). Im Falle einer schrägen Sitzfläche wird diese Schubkraft stark reduziert, sodass vermieden wird, dass der Benutzer im Stuhl "hängt".



Der NPR 1813 ist eine Niederländische Norm für Bürostühle. Diese Norm ist in Europa nicht allgemein verbindlich. Wir empfehlen jedoch diese Norm ein zu halten, da der EN-1335 nicht ausreichtend ist für eine gute ergonomische Stuhl.

Armunterstützung: Während des Arbeitens am Computer sollen die Arme von komfortablen und höhenverstellbaren Armlehnen oder eventuell von der Arbeitsplatte ordentlich unterstützt werden.
Eine geeignete Armunterstützung führt zur Abnahme von (Schulter-) Beschwerden (Aaras, 2001, Cook, 1998, Karlqvist,1998), unter anderem weil die Durchblutung besser ist (Hagberg M, 1984). Im Falle der Anwendung einer Armunterstützung wird der Benutzer auch viel weniger schnell müde (Arndt, 1983).

3. Dokumenthalter
Positionierung der Dokumente: Die Dokumente sind in gerader Linie mit dem Bildschirm und der Tastatur aufzustellen, und beim Lesen und Schreiben ist eine einigermaßen schräge Arbeitsfläche zu verwenden.
Wenn gelesen wird, oder Daten in den Computer eingegeben werden (data entry), sind die zu Sehwinkel und Sehabstand festgelegten Aspekte zu berücksichtigen. Eine schräge Arbeitsfläche verringert die Biegung des Nackens (Dul 1992) und trägt damit zur Vermeidung von Beschwerden bei.

4. Fußstütze
Unterstützung der Füße: Eine Fußstütze hat die Norm DIN 4556 zu erfüllen (Stützfläche mind. 45 x 35 cm, Verstellbereich mind. 11 cm, Winkelverstellung 5-15°).
Wenn die Arbeitsplatte nicht oder nur unzureichend höhenverstellbar ist, ist manchmal eine Fußstütze erforderlich. Diese Fußstütze soll mindestens 45 cm breit und 35 cm tief sein und einen Verstellbereich von mindestens 11 cm haben. Außerdem soll der Neigungswinkel der Stützfläche zwischen mindestens 5 und 15 Grad verstellbar sein (DIN 4556). Bei flexiblen Arbeitsplätzen ist es von Bedeutung, dass die Fußstütze schnell und leicht eingestellt werden kann. Die Basic 952 Fußstütze ist mit einem Fußpedal ausgestattet, mit dem die Höhe einstellbar ist. Wenn der Benutzer sehr hoch sitzt und den Boden nicht berühren kann, ist es schwierig dieses Pedal zu erreichen. In diesem Fall kann die Footform Fußstütze eingesetzt werden.

5. Bildschirm
Auflösung, Größe und Zahl der Bildschirme: Der Pixel Pitch soll mindestens 0,25 mm und vorzugsweise größer als 0,28 mm sein. Sollten mehrere Anwendungen gleichzeitig benutzt werden, so ist es ratsam mit zwei Bildschirmen zugleich oder mit einem Breitbild-Bildschirm zu arbeiten.
Die Auflösung eines Bildschirmes zeigt an, aus wie vielen Pixels der Bildschirm aufgebaut ist. Je höher die Auflösung (Zahl der Pixels), desto schärfer das Bild. Es gibt allerdings auch eine Kehrseite: Eine hohe Auflösung bei gleich bleibender Bildschirmgröße führt zu kleineren Zeichen auf dem Bildschirm. Die Größe der Pixels auf dem Bildschirm wird auch in Pixel Pitch ausgedrückt. Der Pixel Pitch soll mindestens 0,25 mm und vorzugsweise größer als 0,28 mm sein.
Ansonsten sind die wichtigsten Spezifikationen:
• Kontrastverhältnis: vorzugsweise 1.000:1;
• Helligkeit: mind. 250 cd/qm, bei einem hohen Lichteinfall eventuell höher;
• Farbe Bildschirmgehäuse: helle, nicht reflektierende Farbe, also nicht schwarz;
• Energieverbrauch: vorzugsweise ≤ 25 W.

Dual screen?
Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben: 10-15% höhere Produktivität, 33% wenigere Fehler, falls zwei oder drei Bildschirme eingesetzt werden (Research Productivity and Multiscreen Computer Displays - Janet Colvin u.a.). Statt mit zwei Bildschirmen kann eventuell auch mit einem Breitbild-Bildschirm gearbeitet werden.

6. Flachbildschirmarm
Sehabstand: Der Sehabstand soll mindestens 60 cm, vorzugsweise jedoch mehr als 60 cm betragen. Der Sehabstand wird von der Zeichenhöhe bestimmt, wobei der Sehabstand mindestens 200 und vorzugsweise 150 mal die Zeichenhöhe sein soll (eine Zeichenhöhe von 4 mm entspricht also einem Sehabstand von 60 cm).
Ein relativ großer Sehabstand ist für die Augen weniger belastend, da die Augen in diesem Fall nicht so stark zu akkommodieren brauchen, vorausgesetzt dass die Zeichen auf dem Bildschirm entsprechend größer werden (Owens and Wolf Kelly, 1987). Die Zeichen auf dem Bildschirm können manchmal vergrößert werden. So hat Word eine Zoomfunktion, mit der die Wiedergabe des aktiven Dokumentes vergrößert oder verkleinert werden kann. Größere Zeichen werden schneller als kleine Zeichen gelesen (Tullis et al., 1995). Kleine Zeichen auf dem Bildschirm verringern also die Produktivität (Jaschinski-Kruza, 1988).
Sehwinkel: Der ganze Bildschirm soll sich im Gebiet 10-20° unterhalb der Augenhöhe befinden.
Bei dieser Bildschirmposition können die Augen besser akkommodieren (Ripple, 1952) und konvergieren (Krimsky, 1948), und nimmt die Belastung der Augen ab (Tyrell and Leibowitz, 1990, Tsubota and Nakamori, 1993). Daneben werden durch diese Bildschirmposition allgemeine und Nackenbeschwerden reduziert (Kumar 1994; McKinnon 1994, Marcus 2002), während sie nicht zur statischen Belastung der Nackenmuskeln führt (Turville et al., 1998). Und auch nicht unwichtig: Die Produktivität ist etwa 10% höher (Sommerich et al., 1998).

7. Laptopständer
Laptop: Um ergonomisch und produktiv arbeiten zu können, ist der Laptop mit einem externen Bildschirm, einer getrennten (kompakten) Tastatur und einer getrennten Maus oder mit einem Laptopständer mit externer (kompakter) Tastatur und Maus zu kombinieren.
Ein Laptopständer hat eine positive Auswirkung auf die Haltung und trägt zu mehr Komfort bei (Boersma 2003, Lindblad 2003). Wissenschaftliche Studien aus Schweden (Lindblad 2003) zeigt, daß die Arbeit mit Laptophaltern von BakkerElkhuizen zu einer signifikant besseren Arbeitshaltung führen: 21% mehr Komfort, 32% weniger Nackenbelastung und 17% höhere Produktivität. Zur Schaffung eines optimalen Arbeitsplatzes ist ein 19" Flachbildschirm (mit Flachbildschirmarm) an den Laptop anzuschließen. Das soll insbesondere erwogen werden, wenn während längerer Zeit (über 4-5 Stunden am Tag) am Laptop gearbeitet wird.

8. Maus
Klicken und scrollen: Während des Klickens und Scrollens sind statische unnatürliche Haltungen (Extension und Ulnardeviation des Handgelenkes, Pronation des Unterarmes ) zu vermeiden. Die Maus soll sich möglichst nahe am Körper befinden.
Alle vorgenannten Haltungen sind Risikofaktoren zur Entstehung von Beschwerden am Handgelenk und dem Unterarm (Jensen 1998, Fernstrom 1997, Burgess-Limmerick 1999, Armstrom 1994). Wenn die Maus sich in geringerer Entfernung vom Körper befindet, werden der Nacken und die Schultern weniger belastet (Armstrom 1995, Cook 1998, Harvey 1997). Trackballs und Trackpoints sind eine größere Belastung für den Daumen. Insbesondere für ältere Arbeitnehmer sind sie keine gute Alternative zur externen Maus. Außerdem ist die Produktivität geringer als bei einer externen Maus, obwohl diese geringere Produktivität bei längerer Benutzung zu verschwinden scheint (Zöllner 1999).


9. Tastatur
Texteingabe: Die horizontale und vertikale Entfernung zu den Tasten soll mindestens 19 mm betragen. Während des Tastendruckes soll ein deutliches Feedback spürbar und/oder hörbar sein. Bei einer kompakten Tastatur ist die Entfernung zur Maus geringer. Für ‘Blindschreiber’ verbessert eine gespaltene Tastatur die Haltung der Handgelenke und Unterarme.
Wenn es ungenügend Feedback gibt, neigen Benutzer dazu bis 3,9 Male härter auf die Tasten zu drücken, als eigentlich notwendig ist. Das ist ein Risikofaktor zur Entstehung von Beschwerden am Unterarm und der Hand (Feuerstein, 1997, Gerard, 1996, 1999). Daneben führt dies dazu, dass der Benutzer mehr Fehler macht, sodass die Produktivität abnimmt (Feuerstein, 1997, Yoshitake, 1995).
Kompakte Tastaturen (Tastaturen ohne numerischen Teil, jedoch mit ähnlichem Abstand zwischen den Tasten wie bei einer traditionellen Tastatur) verringern die Entfernung zur Maus (Cook, 1998), reduzieren die Belastung des Unterarmes und werden als komfortabler als traditionelle Tastaturen empfunden (Van Lingen, 2003). Eine kompakte Tastatur ist eine vollwertige Alternative zur traditionellen Tastatur. Falls häufig numerische Daten einzugeben sind, kann ein getrennter numerischer Teil angewendet werden.
Eine ergonomisch gestaltete Tastatur kann zur Vermeidung von Beschwerden beitragen (Moore & Swanson, 2003), da die Haltung der Unterarme und Handgelenke besser ist (Riezebos, 1997).

Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz
In einer idealen Welt wäre jeder Arbeitsplatz mit den richtigen Sachen und angenehmen Materialien für einen guten, ergonomischen Arbeitsplatz ausgestattet. Ein guter Arbeitsplatz sorgt dafür, dass körperliche Probleme nicht hervorgerufen oder ausgelöst werden. Und auch für die Psyche wird gesorgt. Rechtzeitig eine Pause einlegen und kurz den Monitor verlassen, um danach fitter, konzentrierter und kreativer zu Werke zu gehen. Dies alles macht Menschen produktiver. Aber woraus besteht nun ein guter Arbeitsplatz? Was muss berücksichtigt werden?


 
1. Arbeitstisch
Die Arbeitshöhe lässt sich vorzugsweise mindestens auf eine Höhe zwischen 60 und 82 cm einstellen, und bei Steh-Sitz-Tischen zwischen 60 und 125 cm (mindestens zwischen 62 und 120 cm). Den Tisch stellen Sie vorzugsweise so auf, dass Sie daran eine neutrale Haltung einnehmen (das bedeutet, ohne hochgezogene Schultern). Ein Steh-Sitz-Tisch ist einem normalen Schreibtisch vorzuziehen.

Eine Arbeitsfläche, die auf eine Höhe zwischen 60 und 82 cm eingestellt werden kann, reicht in 90 % aller Arbeitssituationen aus. Personen, die mit einem Steh-Sitz-Tisch arbeiten, brauchen weniger regelmäßig (47 % seltener) und weniger lang Pause zu machen (56 % weniger), weil die körperliche Ermüdung durch das Abwechseln zwischen Sitzen und Stehen besser gemanagt wird (Dainoff). Dadurch können sie täglich länger und unter besseren Bedingungen arbeiten.

Außerdem gibt es weitere Dinge, die bei einem Arbeitstisch beachtet werden müssen, wie zum Beispiel die Maße, die mindestens 120 x 80 cm betragen müssen. Die Arbeitsplatte reflektiert nicht, um die Augen nicht zusätzlich zu belasten. Und Verstellbarkeit ist natürlich toll, am besten funktioniert das, wenn das Verstellen elektrisch und so geräuschlos wie möglich geht. 
2. Stuhl
Mit Blick auf die Norm NEN_EN 1335-1 und vorzugsweise auch auf die NPR 1813:2003 sollte ein Stuhl mindestens 15° hintenübergekippt werden können. Ein Stuhl muss bequem sein und von den Maßen her zum Benutzer passen. Weil es große Unterschiede bei Körperbau und Präferenz der Menschen gibt, sind Bürostühle verstellbar. Die NEN-Normen geben hierbei Orientierung. Ein guter Bürostuhl lässt sich gemäß den untenstehenden Parametern einstellen. Ein weiterer, ebenso wichtiger Punkt ist die Tatsache, dass es zu einer Belastung werden kann, wenn man über längere Zeit in derselben Haltung verharrt. Deshalb bevorzugen wir es, wenn Stühle auf unterschiedliche Arten in verschiedenen Haltungen verwendet werden können. In Anbetracht der großen Anzahl von flexiblen Arbeitsplätzen ist es schlicht ein Muss in solch einem Umfeld, dass sich ein Stuhl problemlos verstellen lässt.

Armunterstützung: Bei der Arbeit am Computer ist es wichtig, dass die Arme von komfortablen und höhenverstellbaren Armlehnen oder gegebenenfalls von der Arbeitsplatte unterstützt werden. Eine gute Unterstützung der Arme führt zu einer geringeren Nackenspannung (Aaras, 2001, Cook, 1998, Karlqvist, 1998), auch deshalb, weil die Durchblutung dann besser ist (Hagberg M, 1984). Obendrein kommt es dank der Armunterstützung zu weniger Ermüdungserscheinungen (Arndt, 1983).
3. Vorlagenhalter
Positionierung von Unterlagen: Es wird empfohlen, Unterlagen auf einer Linie mit dem Monitor und der Tastatur auf einer leicht schrägen Fläche zu positionieren. Wenn Teste gelesen oder Daten erfasst werden, müssen dieselben Aspekte beachtet werden, wie bei Blickwinkel und Sehabstand angegeben. Eine schräge Arbeitsfläche verringert die Beugung und Drehung (oder Rotation) des Nackens (Dul 1992) und trägt zu einer besseren Haltung des Nackens bei, wodurch die Gefahr reduziert wird, dass Beschwerden auftreten.

Ein Vorlagenhalter sorgt für Ordnung am Arbeitsplatz und einen komfortablen Sehabstand, sodass auch die Augen hiervon profitieren. Ein Nachteil ist, dass der Vorlagenhalter Platz einnimmt, weshalb Sie ihn bei Arbeiten, bei denen schreiben im Vordergrund steht, bisweilen kurz beiseitestellen müssen.
4. Fußstütze
Unterstützung der Füße: Eine Fußstütze muss der Norm DIN 4556 entsprechen. Wenn die Arbeitsfläche nicht oder nicht ausreichend in der Höhe eingestellt werden kann, ist eine Fußstütze erforderlich. Diese Fußstütze muss mindestens 45 cm breit und 35 cm tief sein und über einen Einstellbereich von mindestens 11 cm verfügen. Außerdem muss der Neigungswinkel der Stützfläche mindestens im Bereich zwischen 5 und 15 Grad verstellbar sein (DIN 4556). Bei Flexiarbeitsplätzen ist es wichtig, dass sich die Fußstütze schnell und einfach einstellen lässt.

Weniger bekannt ist, dass eine Fußstütze auch die Arbeitshaltung beeinflusst. Dadurch, dass Sie die Beine nach vorne zeigen lassen und die Füße aufstützen, drücken Sie Ihren Rumpf regelrecht nach hinten. Bei Beschwerden im unteren Rücken kann eine Fußstütze also unterstützend wirken, buchstäblich und im übertragenen Sinne. Obendrein ist die Stützfläche der Fußstütze rutschfest.
 
5. Monitor
Auflösung, Größe und Anzahl des/der Monitor/e: Wenn mit mehreren Anwendungen gleichzeitig gearbeitet wird, empfiehlt es sich, mit zwei Bildschirmen gleichzeitig oder mit einem Breitbildschirm zu arbeiten.

Die Auflösung eines Monitors gibt an, aus wie vielen Pixeln der Bildschirm aufgebaut ist; je höher die Auflösung (Anzahl der Pixel), desto schärfer das Bild. Es gibt allerdings eine Kehrseite: Eine höhere Auflösung bei gleichbleibender Bildschirmgröße führt zu kleineren Zeichen auf dem Bildschirm. Die Größe der Pixel auf dem Bildschirm wird auch im Pixelpitch angegeben, dieser sollte zum Beispiel nicht kleiner als 0,25 mm und am besten größer als 0,28 mm sein.

Zu den wichtigsten Spezifizierungen gehören außerdem:
  • Gute Lesbarkeit (Kontrastverhältnis: am besten 1.000:1)
  • Ein helles Bild (Helligkeit: mind. 250 cd/m2, bei großem Lichteinfall eventuell höher)
  • Leicht entsprechend der persönlichen Präferenzen einstellbar

Ein Doppelbildschirm?
Das Arbeiten mit mehreren Bildschirmen gleichzeitig bietet eine bessere Übersicht und sorgt dafür, dass man weniger klicken muss.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Produktivität um 10-15 % steigt und 33 % weniger Fehler gemacht werden, wenn man zwei oder drei Monitore verwendet (Research Productivity and Multiscreen Computer Displays – Janet Colvin ea). Statt mit zwei Monitoren kann eventuell auch mit einem Breitbildschirm gearbeitet werden.
6. Aufstellung des Bildschirms
Augenabstand zum Bildschirm: Mit einem Flachbildschirmarm kann jeder flexible Arbeitsplatz für jeden Benutzer auf die für die Augen passende Höhe und Entfernung eingestellt werden. Der Abstand zwischen Augen und Bildschirm muss mindestens 50 cm betragen, am besten aber größer sein. Die Zeichenhöhe bestimmt den Sehabstand. Er entspricht mindestens 200 Mal und am besten 150 Mal der Zeichenhöhe (eine Zeichenhöhe von 4 mm ergibt also einen Sehabstand von 60 cm).

Ein relativ großer Sehabstand ist für die Augen weniger belastend, weil sich die Augen dann weniger stark anpassen müssen. Die Voraussetzung dabei ist aber, dass die Zeichen auf dem Bildschirm im gleichen Maße größer werden. Die Zeichen auf dem Bildschirm lassen sich manchmal vergrößern, in Word gibt es zum Beispiele eine Zoomfunktion, mit der die Wiedergabe des aktiven Dokuments vergrößert und verkleinert werden kann. Größere Zeichen werden schneller gelesen als kleine (Tullis et al, 1995), kleine Zeichen auf dem Monitor reduzieren also die Produktivität (Jaschinski-Kruza, 1988).

Blickwinkel: Achten Sie darauf, dass der Blickwinkel für eine neutrale Haltung des Nackens sorgt (also keine deutliche Beugung oder Streckung des Nackens). Der Sehabstand sollte so groß wie möglich sein, es sollte aber die Tendenz zum Eintauchen in den Computer entstehen. Wenn man mehrere Monitore verwendet, beträgt der Winkel zwischen der Außenseite der beiden Bildschirme und der Augenmitte maximal 60 Grad (siehe Abbildung).
 
7. Laptopständer
Laptop: Eine kompakte Tastatur, eine Maus, ein Laptopständer und ein externer Monitor sorgen dafür, dass man mit dem Laptop komfortabel arbeiten kann. Ein Laptopständer wirkt sich positiv auf die Haltung aus und trägt zu größerem Komfort bei (Boersma 2003, Lindblad 2003).

Für einen optimalen Arbeitsplatz muss man einen externen 19‘‘-Monitor am Laptop anschließen. Dies sollte man insbesondere dann in Erwägung ziehen, wenn man längere Zeit (mehr als 4-5 Stunden pro Tag) am Laptop arbeitet.
 
8. Maus
Klicken und Scrollen: Die Computermaus wird im Laufe eines Arbeitstags viel und intensiv genutzt. Bei ihrer Verwendung ist es wichtig, statisch unnatürliche Haltungen (Streckung / seitliche Beugung oder Drehung des Handgelenks nach innen) zu vermeiden. Außerdem ist es besser, wenn sich die Maus so nah wie möglich am Rumpf befindet.
 
Eine zu häufige Nutzung der Maus, ein zu großer Abstand zum Körper und das zusammen mit einer Maus sorgen dafür, dass Beschwerden an Handgelenk und Unterarm entstehen (Jensen 1998, Fernstrom 1997, Burgess-Limmerick 1999, Armstrom 1994). Wenn sich die Maus näher am Körper befindet, werden Nacken und Schultern weniger stark belastet (Armstrom 1995, Cook 1998, Harvey 1997). Trackballs und Trackpoints sind möglicherweise eine zusätzliche Belastung für den Daumen.
 
Wenn man eine Maus verwendet, ist es wichtig, kurze Ruhepausen einzulegen, die sogenannten Pitstops. Nehmen Sie dafür die Hand von der Maus und lassen Sie die Arbeitsspannung für knappe 10 Sekunden abfallen.

 
9. Tastatur
Die Tastatur ist ein wichtiges Gerät. Gute Lesbarkeit, logische Funktionen und ein angenehmer Anschlag müssen dafür sorgen, dass sie sich gut benutzen lässt. Was für die Maus gilt, gilt auch für die Tastatur: Lassen Sie die Hände regelmäßig (alle 10 Minuten) kurz ruhen.

Die Tastatur: Der horizontale und vertikale Abstand der Tasten muss mindestens 19 mm betragen. Beim Anschlagen der Taste muss ein klares Feedback fühlbar und/oder hörbar sein. Eine kompakte Tastatur verringert die Entfernung für die Hand zur Maus.

Wenn es kein Feedback gibt, neigen die Benutzer dazu, die Tasten bis zu 3,9 mal stärker anzuschlagen als eigentlich erforderlich wäre. Dies ist ein Risikofaktor für das Entstehen von Beschwerden an Unterarm und Hand (Feuerstein, 1997, Gerard, 1996, 1999). Obendrein führt dies dazu, dass der Benutzer mehr Fehler macht, wodurch die Produktivität nachlässt (Feuerstein, 1997, Yoshitake, 1995).

Kompakte Tastaturen (Tastaturen ohne nummerisches Feld, aber mit ähnlichem Abstand zwischen den Tasten wie bei einer normalen Tastatur) verringern den Greifabstand zur Maus (Cook, 1998), reduzieren die Belastung des Unterarms und werden als komfortabler als Standardtastaturen erlebt (Van Lingen, 2003). Eine kompakte Tastatur ist eine vollwertige Alternative zu einer normalgroßen Tastatur. Wenn man häufiger nummerische Daten eingeben muss, kann man einen separaten Ziffernblock oder eine kompakte Tastatur mit nummerischem Feld verwenden.

Eine gut geformte Tastatur kann einen Beitrag zur Vorbeugung von Beschwerden leisten (Moore und Swanson, 2003), da sie für eine bessere Haltung der Unterarme und Handgelenke sorgt (Riezebos, 1997).

 
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